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Reise Sudan

Esel, Pferd, Kamel

Eselkarren im Sudan

Im ländlichen Sudan immer noch das Haupttransportmittel. Eselkarren, Pferdefuhrwerke und Reit-Kamele, denn die verbrauchen nur nachwachsenden Treibstoff und sind relativ wartungsfrei.

Eselkarren sind immer Einachser, oft von Jungen gesteuert. Die Pferdefuhrwerke sind 2-Achser und transportieren auch schwere Lasten. Pferde als Reit-Tiere gibt es praktisch nicht. Zum Reiten wird der Esel in Kurzstrecke und das Kamel auch für lange Fernrouten durch die Wüste verwendet. Die meisten Kamele ziehen allerdings in Herden nach Ägypten. Von Darfur aus startet der „Daharb el Arbaein“ (Weg der 40 Tage), das ist eine Route durch die Wüste, auf der Kamelherden zum Verkauf nach Ägypten getrieben werden. Die Strecke folgt dem trockenen Wadi el Milik von Darfur über Kordofan bis zum Nil bei Ad Debbah. Von dort geht es dem Nil entlang weiter nach Norden. Für die Kamele oft ohne Happy-End. Nur wenige dürfen als Reitkamele oder zur Milcherzeugung in Ägypten weiter leben, die Mehrzahl landet in Schlachthäusern.

Im Sudan dienen die meisten Kamele zur Milcherzeugung. Kamelmilch ist sehr gesund und begehrt. Einige Kamele treiben Sesammühlen oder Wasserschöpfwerke an. Es gibt keine Wildkamele, auch wenn einige frei durch die Wüste laufen, jedes hat Eigentümer. Oft werden die Vorderhufe mit kurzen Stricken zusammengebunden, oder ein Vorderfuß hochgebunden, damit die Tiere sich nicht weit entfernen können.